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Sperrung des Steges im Naturschutzgebiet

Besucherlenkung im Naturschutzgebiet Haff Réimech

20 Jahre ist es nun her, dass der «  Haff Reimech «  zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. 20 Jahre, in denen sich einiges getan hat. So wurde unter anderem mit den Beobachtungshütten und den Wegen eine Infrastruktur aufgebaut, die sich sehen lassen kann und die dem Naturliebhaber oder Erholungssuchenden es erlaubt, schöne Stunden im Gebiet zu verbringen.

Aber während dieser Zeit  haben auch viele Tier- und Pflanzenarten eine Heimat in diesem kleinen Paradies aus Menschenhand gefunden. Einige dieser Arten sind mittlerweile so selten geworden, dass sie durch die Flora- Fauna- Habitat- Richtlinie der EU geschützt sind. Somit wurde der Haff Réimech zum Natura 2000- Gebiet erklärt, in dem die besonders bedrohten Arten Schutz erhalten müssen.bio.jpg

Da der Haff Réimech auch ein wichtiges Gebiet für Zugvögel auf ihrer beschwerlichen Reise ist, wo sie auftanken und rasten können, wurde er als Ramsar-Gebiet ausgezeichnet. Hierdurch erhielt der Haff Réimech ein besonderes Gütesiegel, das seine Wertigkeit als wertvolles Feuchtgebiet unterstreicht.

Der Haff Réimech ist also wunderschön und zieht dadurch sowohl zahlreiche Tiere und Pflanzen aber auch Besucher an. Wir Menschen, Steinewerfer und freilaufende Hunde stellen aber für viele empfindliche Tiere eine große Bedrohung da. Auch wenn wir die Tiere oft nicht sehen, weil sie wie beispielsweise die Große Rohrdommel perfekt getarnt sind, stören wir sie und halten sie vom fressen und brüten ab, was für Vögel überlebenswichtig ist. Durch das dichte Wegenetz im Haff Réimech gibt es wenig Bereiche, wo die Tierwelt ungestört ist. Deshalb hat das Gebietsmanagement beschlossen, die störungsfreie Zone durch die Sperrung eines Stegs zu vergrößern. Dem Besucher werden immer noch viele Beobachtungshütten und Stege durch Schilf und Wasser geboten, aber für empfindliche Tiere wurde ein weiterer wertvoller Rückzugsort geschaffen.